Sozialismus-Diskussion
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Lese- und Studienkreis

„Krieg und Gesellschaftssystem“

der KPÖ Graz

 

Kriege sind derzeit eine Alltagserscheinung auf der Welt. Du willst verstehen warum das so ist? Die KPÖ Graz führt einen Lese- und Studienkreis zum Buch „Krieg und Gesellschaftssystem“ durch. Wir treffen uns ca. alle 3-4 Wochen und lesen in der Zwischenzeit dieselben Seiten. Wir diskutieren sie, helfen uns gegenseitig den Inhalt zu verstehen, hinterfragen und beantworten Lernfragen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich! Die Termine werden in der Gruppe ausgemacht.

Folgende Fragen werden zunehmend geklärt:

  • Ist der Mensch von sich aus böse bzw. aggressiv?
  • Wie ist der Krieg historisch entstanden?
  • Was sind die Gründe für Kriege?
  • Gibt es gerechte und ungerechte Kriege?
  • Wie kam es zu den Übergängen zwischen den Gesellschaftsformationen
    Urgesellschaft, Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus und Kapitalismus?
  • Kann der Kapitalismus das Ende der Geschichte sein?
  • Was ist gesellschaftlicher Fortschritt?
  • Wie funktioniert der Kapitalismus?
  • Was sind Klassen?
  • Was ist Ausbeutung?
  • Welche Bedeutung hat der Neokolonialismus?
  • Was sollte man über die politische Ökonomie wissen um Kriegsursachen
    zu verstehen?
  • Im Wessen Interesse ist der Pazifismus?

Wenn Du Interesse hast mitzumachen, melde Dich bei der Bezirksleitung der KPÖ Graz bzw. bei Mark Staskiewicz. Die Leitung des Kreises, Mark Staskiewicz, wird Dich kontaktieren und Dir genauer den Ablauf und das Konzept erklären und zu den Terminen einladen.

Das Buch kostet 25 € und wird Dir besorgt.  Die Treffen werden im Karl Drews Club im Volkshaus stattfinden.  Sei dabei, denn: die „Theorie wird zur materiellen Gewalt sobald sie die Massen ergreift“ Marx

Mark Staskiewicz: mail@we-progress.at Tel 0699-12968020

Und hier kannst Du zur Facebookgruppe des Lesekreises klicken:

 

Infos zum Buch

„Krieg und Gesellschaftssystem“ von Lion Wagner und Buchbestellung:

 

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Bestelladresse:

In Österreich über den Verlag we-progress e.U. 

mail@we-progress.at

Tel. 0699 - 129 680 20

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis


Teil A: Politisch-ökonomische und politisch-ideologische Grundlagen

2. Politisch-ökonomische Grundlagen

2.1 Arbeitswertlehre, Kapital und Ausbeutung
2.2 Kapitalismus, Imperialismus (Monopolkapitalismus), staatsmonopolistischer Kapitalismus und „Soziale Marktwirtschaft“
2.3 Neokolonialismus
2.4 Gesellschaftlicher Fortschritt

3. Politisch-ideologische Grundlagen


Teil B: Krieg und Gesellschaftssystem

1. Kritik biologischer Erklärungen der Kriegsursache

2. Kritik psychologischer Deutungen der Kriegsursache

3. Kurze Kritik weiterer Thesen für Kriegsursachen

4. Die politischen Hintergründe der biologischen und psychologischen Erklärung von Aggression und Krieg

5. Historische Entstehung des Krieges und warum es in der Horden- und Urgesellschaft keinen Krieg gab

6. Kriegsursachen in den vorkapitalistischen Klassengesellschaften Sklavenhaltertum und Feudalismus

7. Voraussetzungen für die Entstehung von Kriegen in der imperialistischen Epoche

8. Kriegsursachen in der imperialistischen Epoche

9. Entwicklung des gegenwärtigen Kriegsbegriffes

10. Gibt es gerechte und ungerechte Kriege?

11. Einteilung der Kriege in der imperialistischen Epoche, ihr politisches Wesen und moralischer Charakter

12. Anwendungsbeispiele für die Typisierung und moralische Bewertung von Kriegen

13. Allgemeine Voraussage zukünftiger Kriege unter der Bedingung weltweiter kapitalistischer Produktionsverhältnisse


Teil C: Kritik des Pazifismus und des Gewaltlosigkeitsprinzips

4. Der Erfolg der indischen Nationalbewegung unter Gandhi als Beispiel für die politische Wirksamkeit des Gewaltlosenprinzips?



ISBN: 978-3000018701

 

Rezension zum Buch von Lion Wagner "Krieg und Gesellschaftssystem"

Mit außerordentlicher Gründlichkeit und Überzeugungskraft zeichnet L.W. in seinem Buch ein Szenario der gesellschaftlichen Ursachen und Zusammenhängen von Kriegen. Die wissenschaftliche Beweisführung zeugt von umfassenden Kenntnissen der Gesellschaftswissenschaften und Sachkenntnissen. Lion Wagner weiß genau wovon er spricht. Seine Arbeit ist umso höher zu bewerten, da sie ohne jede Unterstützung von wissenschaftlichen Instituten erfolgt ist.

Besonders auffallend ist die Systematik des Vorgehens in der Aufhellung der inneren Zusammengänge von Ökonomie, Ideologie, Politik, Psychologie und dem Krieg in einer Welt der Spaltung und Zersplitterung im imperialistischen Zeitalter. In diesem Zusammenhang ist besonders die klassenmäßige Offenlegung von Kriegen wichtig. Interessant ist auch die Darstellung über den Klasseninhalt der Politik im Zusammenhang mit der Entdeckung von Clausewitz über den Primat der Politik im Verhältnis zum Krieg. Entscheidend ist nicht die Politik schlechthin, sondern welche politische Interessen mit dem Mittel des Krieges verfolgt werden. Damit hat L.W. den Nerv der bürgerlichen Verschleierung und den theoretischen Defätismus empfindlich getroffen. Alle bürgerlichen theoretischen Versuche, den Krieg als schicksalhaft darzustellen, finden in dem Buch eine schmähliche Entlarvung.

Die These (S.250/P.4), dass es keinen Zusammenhang zwischen den Profitinteressen der Monopole und der Häufigkeit von Kriegen gibt, halte ich für gewagt. Meiner Ansicht nach besteht durchaus ein solcher Zusammenhang. Besonders, wenn ich an die Kriegsgewinne deutscher Monopole nach dem verlorenen zweiten Weltkrieg denke. Eingrenzend will ich jedoch beachten, was im besagten Absatz das Wort "Häufigkeit" der Kriege betrifft.

Bezogen auf den Kosovo-Krieg hat L.W. überzeugend dargestellt, dass es sich weder von der NATO noch von Jugoslawien aus um einen gerechten Krieg handelt. Entscheidend sind hier politische und strategische Interessen der USA und Euro-Staaten auf dem Balkan. Dieser Krieg offenbart auch zugleich gegensätzliche Interessen der wichtigsten kriegführenden kapitalistischen Länder auf dem Balkan, was die Herbeiführung eines Friedens erheblich erschwert und wesentliche Elemente für neue zukünftige Konflikte offenbart.

Das Buch von L.W. ist nicht nur ein beachtlicher theoretischer Beitrag in der Erforschung gesellschaftlicher Zusammenhänge und Kriegen, es bietet zugleich wichtige Ansätze für weitere Forschungen. Das Buch ist zeitgemäß und wichtig. Es bleibt zu wünschen, dass es in der bildungspolitischen Tätigkeit von Schulen und Institutionen eine Grundlage für die Aufklärung über den Zusammenhang von Gesellschafssystem und Krieg bildet. Das Buch ist unbedingt lesenswert.

 

Lion Wagner gebührt Dank und Anerkennung für seine bemerkenswerte wissenschaftliche Leistung.

 

Dr. Richard Kumpf

Marx-Engels-Stiftung

 

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© Mark Staskiewicz, MSc. / Graz